Mal ehrlich - es ist gar nicht so leicht fair zu sein

Mal ehrlich - es ist gar nicht so leicht fair zu sein


Part 1: Dein Kleiderschrank

Wir sind ein faires Label und darauf sind wir auch sehr stolz. Keiner hat gesagt, dass das leicht ist. Gerade Dinge wie der Einkauf von Kleidung, Lebensmitteln oder Pflegeprodukten stellt oft für jeden Einzelnen eine große Herausforderung dar. Und um ehrlich zu sein: Zu 100 % schafft es so gut wie niemand, schon gar nicht ohne dafür Opfer aufzubringen. Aber das heißt nicht, dass man sich gar keine Mühe geben soll. Ganz im Gegenteil, wenn immer mehr Leute versuchen, nachhaltig zu handeln wird Fairness irgendwann ganz selbstverständlich zu unserem Alltag gehören.

Da wir uns schon länger mit dieser Thematik auseinandersetzen wollen wir euch ein paar Tipps mitgeben, um die großen und kleinen Herausforderungen im Alltag zu meistern. Heute ist dein Kleiderschrank dran.

 1. Nachfragen!

Getreu nach dem Motto der Sesamstraße: „Wer nicht fragt bleibt dumm“ solltest du Dinge öfter hinterfragen. Natürlich ist niemand dumm, weil er nichts hinterfragt, aber du kannst dich auch nicht weiterbilden, wenn du kein Bewusstsein für bestimmte Dinge entwickelst. Also frag nach, recherchiere ob deine Lieblingsmarken fair sind und wo du faire Marken finden kannst. Dabei ist es sehr hilfreich, auf Siegel zu achten. Es gibt zwar noch kein komplett einheitliches Siegel für „Faire Kleidung“ aber viele Siegel sagen trotzdem aus, dass bestimmte Verhältnisse geprüft werden und helfen dir, die Kleidung die du dir kaufen willst besser einzuordnen. Verschließe deine Augen nicht vor der Wahrheit und bilde dir eine Meinung. Als kleine Hilfestellung: Unsere Lieferanten besitzen das „Fair Trade“ Siegel, den „Global Organic Textil Standard“ und alle Produkte sind zertifiziert mit dem „CO2 – Footstep“ und „Öko-Tex“. Wofür welches Zeichen steht könnt Ihr (link)hier nachlesen.

 

  2. Weniger ist Mehr!

Gehe mal tief in dich und versuche, dein Einkaufsverhalten zu überprüfen. Du hast eine echte Obsession mit Jacken? Ok, aber brauchst du wirklich 20 davon? Liebäugelst du schon mit der 21.? Wenn du regelmäßig streng aussortierst, kann sich nicht so viel anhäufen. Eine kleine Hilfestellung kann sein, dass nur etwas Neues in den Kleiderschrank darf, wenn etwas Gleichwertiges dafür raus muss. Beim Kauf solltest du zumindest darauf achten, dass du fair und qualitativ hochwertig kaufst und lieber etwas mehr investierst. So brauchst du nicht ständig etwas Neues kaufen, weil die bessere Qualität deutlich spürbar ist.

 

 3.  Achte auf fachgerechte Entsorgung!

Nach dem Aussortieren stehst du vor einer neuen Herausforderung: Wohin damit? Bitte wirf deine Kleidung nicht einfach weg! Wenn sie nicht kaputt ist kannst du sie auf einem Flohmarkt oder einer Flohmarkt-App verkaufen, zu einem Altkleidung-Container bringen oder spenden. Kaputte Kleidung kannst du außerdem bei vielen Ketten zum Recyceln abgeben.

 

4.  Vermeide Chemikalien!

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, nicht ganz fair zu kaufen. Trotzdem sollte Kleidung nie nach Chemie oder Bleiche stinken. Besonders der momentan beliebte „Used – Look“ wird häufig mit Chemie hergestellt, was weder für die Arbeiter, für die Umwelt noch für dich gut ist. Und es gibt super easy DIYs mit denen du diesen Look kreieren kannst ohne, dass jemand zu Schaden kommt. Hättet ihr denn Bock auf ein DIY-Tutorial zu dem Thema? Und natürlich ist es am Ende des Tages immer noch am besten fair und Bio zu kaufen.

 

    5. Second-Hand kaufen!

Auch second-hand darf in dieser Liste nicht fehlen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist bezahlbar, umweltfreundlich und man hat oft einzigartige Teile, die oftmals auch trendy sind! Weil das Stöbern außerdem super viel Spaß macht sind wir alle ziemliche second-hand Liebhaber. Außerdem lassen sich die meisten Sachen ganz einfach umgestalten und zu coolen Einzelstücken machen.

 

    6. Umweltfreundlich Waschen!

Die meisten Sachen sind nach einmal tragen noch nicht dreckig. Dabei sollte ja klar sein, dass etwas reif für die Wäsche ist, wenn es riecht oder Flecken hat. Versuche nur zu waschen, wenn es nötig ist und schöpfe die gesamte Füllmengen Kapazität deiner Maschine aus!

Apropos Maschine – falls es dir möglich ist achte auf das Energielabel beim Kauf einer Maschine. Eine Energieeffizienz von „A“ und aufwärts schont auf lange Sicht nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. In der Anschaffung sind solche Maschinen zwar etwas teurer, aber das lohnt sich später durch den geringeren Strom und Wasserverbrauch allemal.

Die Waschmittelmenge solltest du an den Grad der Verschmutzung anpassen und die Temperatur möglichst niedrig einstellen, das ist nachhaltiger und spart Strom. Falls deine Maschine sowieso schon ein Öko- oder Sparprogramm hat, umso besser. Das darf gerne genutzt werden.

Weiche Stoffe, die sich auch nach dem waschen noch gut auf der Haut anfühlen, sind toll. Weichspüler enthält aber umweltschädliches Phosphat, weshalb es besser ist, darauf zu verzichten Weiche Wäsche gibt es mit einem alten Haushaltstrick: Nimm einfach statt Weichspüler ein bis zwei Esslöffel Essig. Einfach in das Weichspülfach dazugegeben sorgt Essig nicht nur für weiche Wäsche, sondern entkalkt ganz nebenbei auch noch deine Wäsche und schont die Umwelt. Und keine Sorge: Der Geruch verfliegt beim Waschen!

 

Niemand ist perfekt und von heute auf morgen schafft natürlich kaum einer, sein ganzes Leben auf Nachhaltigkeit auszurichten. Wir haben uns deswegen entschieden, euch Schritt für Schritt Tipps zu geben, nachhaltiger zu leben und simple Verhaltensweisen einfach in eurem Leben zu integrieren. Es ist ein langer Weg, aber es ist wichtig, dass jeder die beste und fairste Version seiner selbst ist!

 

Bitte gebe die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.