Stand UP Paddling

Trend Stand Up Paddling. Top oder Flop?

Wir legen nicht nur Wert auf faire Kleidung, sondern interessieren uns - wie Ihr sicher wisst - auch für viele Sportarten. Das umfasst vor allem den Wassersportbereich wie z.B. Surfen und Wakeboarden. Es gibt eine Wassersportart die sich immer größerer Bekanntheit und Beliebtheit erfreut und das neue super  Ganzkörperworkout sein soll: Stand Up Paddling, kurz SUP.

Woher kommt Stand Up Paddling eigentlich? Ursprünglich kommt das Stehpaddeln aus Tahiti. Dort bewegten sich die polynesischen Fischer stehend in Ihren Kanus fort. Und auch heute gibt es noch 1 Mann Bambuskanus die in Asien eingesetzt werden. Und in Hawaii, dem Ursprung des Surfens, war das Stehpaddeln sogar nur dem königlichen Geschlecht vorenthalten. Anfang des 20. Jahrhundert übernahmen dann hawaiianische Surflehrer diese Technik um schneller von Schüler zu Schüler zu kommen. Erst Jahre später wurde der Sport auch von anderen Wassersportlern aufgenommen, da man im Gegensatz zu den meisten Wassersportarten weder Wind noch Wellen braucht. Schnell wurde daraus nicht nur eine Alternative bei keinem Wind, sondern ein eigener Sport. Inzwischen gibt es nationale und internationale Wettbewerbe und richtige SUP-Kurse bei Surfschulen.

Wir haben unsere Praktikantin Lara nach Ihrem SUP Erlebnissen gefragt und nachdem ihre Augen angefangen haben zu strahlen war klar, dass ein Erfahrungsbericht her muss!

„Klingt erstmal eintönig und langweilig, wenn Ihr mich fragt. Die ganze Zeit nur zu stehen und zu paddeln, da fehlt doch der Kick. Ich habe es lange gemieden, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es mir Spaß machen könnte. Doch als ich letzten Sommer ein Praktikum bei einer Surfschule gemacht habe, kam die erste richtige Gelegenheit, bei der ich einfach nicht nein sagen konnte. Es war ein wunderschöner Tag und wir wollten nach Feierabend einfach noch ein bisschen aufs Wasser. Da sich der Wind jedoch nicht blicken ließ, fielen Kiten und Windsurfen logischerweise weg. Also kam schnell die Idee auf, ein bisschen SUP zu fahren. Ein bisschen bedeutete übrigens einmal über den See und zurück, also eine Tour von über zwei Stunden!

Nun bin ich da, keine Ahnung von Paddeltechniken oder den SUP-Boards. Denn man stellt sich nicht einfach auf irgendein Board und paddelt irgendwie drauf los und wird schon irgendwo ankommen. Da steckt tatsächlich viel mehr dahinter, als man zuerst denkt. Als erstes braucht man auch hier das richtige Board. Das hängt von deinem Gewicht, den Wetterverhältnissen und deinem Können ab. Dabei unterschiedet man dann noch Hardcover SUP Boards und aufblasbare Boards. Die Aufblasbaren sind nicht wie eine Luftmatratze, sondern eher wie ein massives Board das man ohne Luft klein zusammenfalten kann. Es gibt sogar extra Boards für Yoga SUPer! Mir persönlich ist ja schon Yoga auf dem Land anstrengend genug...

Das geeignete Board für mich war ein schmales, langes und aufblasbares Board. Weil - so wurde mir gesagt - „Damit wirst du schneller und kannst besser wenden.“ Ehrlich gesagt wollte ich gar nicht schnell sein, denn ich hatte echt Muffensausen mitten im See runterzufallen und nicht mehr auf mein Board zu kommen.

Wir haben uns gegen Neoprenanzüge entschieden, da es ein sehr warmer Tag war und auch der Abend versprach lau und warm zu werden. Wir packten ein Paar Wasserflaschen und eine Musikbox in eine wasserfeste Tasche und zusammen mit den Paddeln (auch hierbei unterscheidet man je nach Können) wurden sie auf die Boards geschnallt und los gings zum Strand.

Normalerweise fängt man als Anfänger auf dem Board kniend an. Da ich aber bereits Erfahrung auf einem Board habe, konnte ich direkt stehend anfangen. Dann ging es an das Paddeln, etwas was ich noch nie gemacht hatte außer vielleicht mal auf einem Kanu Trip. Die Sonne sollte in etwas drei Stunden untergehen also mussten wir die Strecke statt in vier Stunden in drei schaffen. Das ist selbst für Profis nicht ohne! Aber man wächst schließlich mit seinen Herausforderungen, nicht wahr?

Anfangs habe ich immer das Schlusslicht gebildet, weil ich definitiv die meiste Zeit nicht in die Richtung gefahren bin, in die ich wollte. Lenken ist doch noch einmal etwas anderes als nur Paddeln! Nach einer halben Stunde kam ich dann langsam in einen Bewegungsrhythmus. Dadurch konnte ich mich auch endlich mal auf meine Umgebung konzentrieren und es war wunderschön. Wir waren mitten auf einem windstillen See mit strahlend blauem Himmel über uns. "Das ist also der Kick ",dachte ich. Da wusste ich noch nicht, dass es noch viel besser werden sollte, besser als ich es mir je hätte träumen lassen.

Auf der anderen Seite des Sees angekommen sind wir durch die Kanäle des Hafens und unter den Brücken durchgefahren und haben dabei den ein oder anderen komischen Seitenblick geerntet- anscheinend kommt das nicht allzu oft vor! Übrigens war es alles andere als einfach durch diese Kanäle zu kurven. Ich bin einmal fast gekentert, aber wollte auf keinen Fall in der grünen Hafenbrühe landen. Deshalb bin ich ganz ruhig geblieben und habe es geschafft mich auszubalancieren und in Ruhe weiter zu drehen. ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Noch eine kleine Anekdote: Einer meiner Begleiter hat, als wir unter einer der Brücken durchgefahren sind, das Handy einer Dame gerettet, in dem er es reflexartig auffing als es ausgerechnet in diesem Moment auf sein Board runterfiel.

Mittlerweile ging die Sonne unter und wir mussten uns beeilen wieder auf die andere Seite des Sees zu kommen, denn nach Sonnenuntergang ist es verboten den See zu befahren. Doch selbst mit dem Zeitdruck im Nacken kam ich nicht umhin es unglaublich zu genießen über den einsamen See zu gleiten und dabei einen spektakulären Sonnenuntergang zu bewundern, der gefühlt nur für uns da war.

Inzwischen war ich richtig im Paddeln angekommen, ich fand mein eigenes Tempo und meinen Rhythmus, spürte wann ich lenken musste und wann ich Pausen brauchte. Es war berauschend. Kein Wunder, dass das der Sport der Könige war! Keiner von uns wusste, dass Mutter Natur etwas ganz besonderes geplant hatte. Denn es war der 7. August und uns stand eine partielle Mondfinsternis bevor.

Da stehen wir also nun auf unseren Boards, nicht mehr weit vom Ufer und vor uns geht ein blutroter Vollmond auf, der erste Blutmond meines Lebens. Klingt unglaubwürdig? Wahrscheinlich würde ich auch die Stirn runzeln, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Es war und ist bis heute eine der besten Wassersport Erfahrungen die ich jemals gemacht habe und ich denke ich werde meine erste SUP – Tour niemals vergessen. Genauso wie die größte Blase meines Lebens die ich am Ende des Tages an meiner Hand vom Paddeln hatte. „

Die tollen Bilder haben wir von der Marke Paddle North. Diese Stand Up Paddle Marke stammt aus Minnesota und stellt handgemachte Boards aus Bambus her. Die Naturfaser des Bambus ist nicht nur für die unglaublich schöne Optik verantwortlich, sondern macht das Board auch extrem leicht. Bis zu 25 – 50 % leichter als die Boards von anderen Marken, wodurch das Transportieren sowie das Stand Up paddeln sehr angenehm wird. Alle Rechte an den Bildern gehören Paddle North.

Falls Ihr mehr über Paddle North erfahren wollt dann ist hier Ihre Internetseite für euch verlinkt: https://paddlenorth.com/

 

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