WER BRAUCHT SCHON PLASTIK?


WER BRAUCHT SCHON PLASTIK?

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“You don’t need a straw for beer, so why use one for soda?”

Das ist das Argument von Victor Tuch Gonzales. Er ist der Stadtplanungsdirektor in der guatemaltekischen Stadt San Pedro La Laguna. Seit 2016 hat die Stadt beschlossen, Einwegartikel aus Plastik und Styropor zu verbieten, da diese guatemaltekische Gemeinde unter Plastikproblemen leidet und das empfindliche Ökosystem des Atitlán-Sees bedroht. Die Stadt beseitigt und bestraft nicht nur den Einsatz von Plastik, sondern kämpft auch gegen Müll. 
Schreibt uns gerne Eure Meinung dazu..



Ab 2021 wird Europa den Einwegkunststoff verbieten, um die Abfälle im Meer zu reduzieren!! Denn: Wer braucht Plastik?

HARD FACTS:

Wir sind uns zunehmend bewusst, dass die Verwendung von Kunststoff erschreckende Auswirkungen auf die Erde hat. Hier einige Fakten von National Geographic:

- In unseren Ozeanen schwimmen bereits mehr als 5 Billionen Kunststoffteile.

- Weltweit bestehen 73 Prozent der Strandabfälle aus Plastik: Filter aus Zigarettenkippen, Flaschen, Flaschenverschlüsse, Lebensmittelverpackungen, Einkaufstüten und Styroporbehälter.

- Die weltweite Kunststoffproduktion stieg exponentiell von 2,3 Millionen Tonnen im Jahr 1950 auf 162 Millionen im Jahr 1993 auf 448 Millionen bis 2015.

- Bis 2015 wurden mehr als 6,9 Milliarden Tonnen Plastikmüll erzeugt. Rund 9 Prozent davon wurden recycelt, 12 Prozent verbrannt und 79 Prozent auf Mülldeponien oder in der Umwelt angesammelt.

- Weltweit werden jede Minute fast eine Million Plastikgetränkeflaschen verkauft.

- Schätzungen für die Dauer der plastischen Belastung reichen von 450 Jahren bis zu Ewigkeit.

- Der größte Markt für Kunststoffe sind heute Verpackungsmaterialien. Auf diesen Müll entfällt mittlerweile fast die Hälfte des gesamten Plastikmülls, der weltweit anfällt. Das meiste davon wird niemals recycelt oder verbrannt.

- Mehr als 40 Prozent des Kunststoffs werden nur einmal verwendet und dann geworfen.

Ziemlich beängstigend, oder?
 



Die plastische Revolution ist im Gange und einige Städte scheinen es schon verstanden zu haben.

Genau wie in Europa verbietet Mexiko-Stadt Einwegkunststoffe: Bis zum nächsten Jahr werden Plastiktüten aus den Geschäften der Stadt verschwinden. Und ab 2021 sind Einwegartikel wie Besteck, Strohhalme, Tassen und Luftballons gesetzwidrig. In der Tat ist Mexiko-Stadt nach New York das zweitwichtigste Land, wenn es um die Abfallerzeugung geht: Bei einer Bevölkerung von fast 9 Millionen Menschen fallen in Mexiko-Stadt täglich schätzungsweise 13.000 Tonnen Abfall an, und das Recycling ist erst seit kurzem vorgeschrieben. Diese Art von Richtlinie, die Mexiko in Bezug auf dieses Umweltrisiko ergreift, könnte dazu beitragen, die Dynamik für eine nachhaltigere Zukunft weiter zu beschleunigen ...

Ein anderes Beispiel: Dominica, die berühmte Inselnation aus der Karibik, will in den kommenden Jahren die erste klimaresistente Nation der Welt werden. Das Verbot von Einweg-Kunststoffprodukten ist einer ihrer ersten Schritte, um dorthin zu gelangen. Ziel einer solchen nachhaltigen Politik ist es, Naturkatastrophen wie den Hurrikan von 2017, der Dominica verwüstet hat, zu vermeiden und die Tourismusbranche zu schützen, da die Fauna und Flora ein wesentlicher Bestandteil der Insel sind. Seit Januar 2019 haben die 70.000 Einwohner der Insel alle gängigen Plastik- und Styropor-Einwegnahrungsmittelbehälter vollständig verboten.



Es gibt immer mehr Beispiele.. Hier ist ein Artikel von Global Citizen, der zeigt, dass diese 15 Länder und Städte auf der ganzen Welt im Wettlauf gegen Plastik ernsthafte Fortschritte gemacht haben:

https://www.globalcitizen.org/en/content/plastic-bans-around-the-world/

Auch in den Supermärkten dringen Kunststoffe in uns ein. Große Supermärkte produzieren jedes Jahr Milliarden von Einweg-Plastiktüten! Glücklicherweise finden sie in einigen asiatischen Ländern wie Thailand oder Vietnam Alternativen und Lösungen, um Lebensmittelkunststoffe durch Bananenblätter zu ersetzen.
Ist dass nicht revolutionär großartig?


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